Osteopathie

Osteopathie – Grundprinzipien

„Wenn du die physische Struktur gemäß ihrer Nachfrage wieder eingerichtet hast, vollbringt die Natur grundsätzlich den Rest.“- ein Zitat von A.T. Still (1828-1917), der bis heute als Entdecker der Osteopathie gilt.

Die Behandlung bezieht sich auf die folgenden drei Grundprinzipien, die von A.T. Still formuliert wurden und bis heute ihre Gültigkeit besitzen:

• Körper, Geist und Seele bilden eine Einheit
• Wechselwirkung von Struktur und Funktion
• Der Körper verfügt über Selbstheilungskräfte

Sanfte manuelle Behandlung für Säuglinge, Kinder und Erwachsene

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche manuelle Behandlungsform. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Beweglichkeit, Spannung und Zusammenspiel verschiedener Körperbereiche verbessert werden können. Dabei wird der Mensch als Einheit betrachtet: Muskeln, Gelenke, Faszien, Organe und Nervensystem beeinflussen sich gegenseitig.

In meiner Praxis in Grafing behandle ich Säuglinge, Kinder und Erwachsene mit osteopathischen Techniken. Die Behandlung erfolgt ruhig, achtsam und individuell abgestimmt auf die jeweilige Lebensphase, Beschwerdesituation und Belastbarkeit.

Osteopathie kann bei funktionellen Beschwerden unterstützend eingesetzt werden. Sie ersetzt keine ärztliche Diagnostik, kann diese aber sinnvoll ergänzen.

Osteopathie für Säuglinge

Die ersten Lebenswochen und -monate sind eine besondere Zeit. Geburt, Lage im Mutterleib, Kaiserschnitt, Saugglocke oder lange Geburtsverläufe können den kleinen Körper beanspruchen. Manche Säuglinge zeigen danach Unruhe, Schwierigkeiten beim Trinken, Verdauungsprobleme oder eine bevorzugte Kopfhaltung.

In der osteopathischen Behandlung von Säuglingen arbeite ich mit sehr sanften Techniken. Ziel ist es, Spannungen wahrzunehmen, Beweglichkeit zu unterstützen und dem Körper mehr Regulation zu ermöglichen.

Mögliche Gründe für eine osteopathische Behandlung bei Säuglingen können sein:

  • auffällige Unruhe oder häufiges Weinen
  • Trink- oder Saugschwierigkeiten
  • Verdauungsbeschwerden
  • bevorzugte Kopfhaltung
  • Schädelasymmetrien oder Lagerungsthemen
  • Begleitung nach schwieriger Geburt
  • allgemeine Entwicklungsbegleitung

Die Behandlung findet in ruhiger Atmosphäre statt. Eltern werden einbezogen und erhalten bei Bedarf einfache Hinweise für den Alltag.

Osteopathie für Kinder

Osteopathie bei Kindern kleiner Einsatz große Wirkung

Kinder entwickeln sich ständig weiter – körperlich, motorisch, emotional und neurologisch. Wachstumsschübe, Stürze, einseitige Belastungen, schulische Anforderungen oder hohe innere Anspannung können sich auf Haltung, Bewegung, Konzentration oder Wohlbefinden auswirken.

Die osteopathische Behandlung bei Kindern orientiert sich am Entwicklungsstand und an der individuellen Situation des Kindes. Sie kann besonders dann sinnvoll sein, wenn Beschwerden immer wieder auftreten oder wenn Spannungsmuster, Haltung oder Beweglichkeit auffallen.

Mögliche Themen in der Kinderosteopathie:

  • Haltung und Bewegungsentwicklung
  • Wachstumsschmerzen oder wiederkehrende Beschwerden
  • Kopfschmerzen oder Kiefer-/Nackenspannung
  • Konzentration und innere Unruhe im Zusammenhang mit körperlicher Anspannung
  • Folgen von Stürzen oder Verletzungen
  • Begleitung bei kieferorthopädischer Behandlung
  • Unterstützung der Körperwahrnehmung

Die Behandlung ist ruhig, kindgerecht und ressourcenorientiert. Wichtig ist, dass sich das Kind sicher fühlt und aktiv mit einbezogen wird.

Osteopathie für Erwachsene

Osteopathie viszeral, parietal, cranio-sacral, faszial

Bei Erwachsenen entstehen Beschwerden häufig durch eine Kombination aus körperlicher Belastung, Stress, Bewegungsmangel, alten Verletzungen oder einseitigen Haltungen im Alltag. Nicht immer liegt die Ursache dort, wo der Schmerz spürbar ist.

In der osteopathischen Behandlung wird der gesamte Körper betrachtet. Ziel ist es, Bewegungseinschränkungen und Spannungsmuster aufzuspüren und die Selbstregulation des Körpers zu unterstützen.

Osteopathie kann bei Erwachsenen unter anderem hilfreich sein bei:

  • Rücken-, Nacken- oder Schulterbeschwerden
  • Kopfschmerzen und Spannungsthemen
  • Kieferbeschwerden oder Zähneknirschen
  • Bewegungseinschränkungen nach Verletzungen oder Operationen
  • funktionellen Beschwerden im Bereich Bauch, Atmung oder Becken
  • Stressfolgen, innerer Anspannung und vegetativer Dysregulation
  • chronischen oder wiederkehrenden Beschwerden

Die Behandlung wird individuell an Ihre Beschwerden und Ihre körperliche Situation angepasst. Bei Bedarf beziehe ich auch Aspekte wie Alltagshaltung, Atmung, Stressbelastung und Bewegung mit ein.


Osteopathie in Schwangerschaft und Wochenbett

Schwangerschaft und Wochenbett bringen große körperliche Veränderungen mit sich. Haltung, Becken, Wirbelsäule, Atmung und Bindegewebe passen sich laufend an. Dadurch können Spannungen oder Beschwerden entstehen, die den Alltag belasten.

Osteopathie kann in dieser Zeit sanft begleiten und den Körper unterstützen, sich an die Veränderungen anzupassen.

Mögliche Themen während der Schwangerschaft:

  • Rücken-, Becken- oder Symphysenbeschwerden
  • Nacken- und Schulterspannung
  • Atem- oder Zwerchfellspannung
  • Ischiasähnliche Beschwerden
  • körperliche Vorbereitung auf die Geburt
  • Unterstützung bei allgemeiner Anspannung

Nach der Geburt können osteopathische Behandlungen helfen, den Körper bei der Rückbildung und Neuorganisation zu begleiten.

Mögliche Themen im Wochenbett:

  • Becken- und Rückenbeschwerden
  • Narbenbehandlung nach Kaiserschnitt oder Verletzungen
  • Spannungen durch Stillhaltung und Tragen
  • Erschöpfung und körperliche Überlastung
  • Unterstützung der Körperwahrnehmung nach der Geburt

Die Behandlung erfolgt immer angepasst an die jeweilige Schwangerschaftswoche beziehungsweise die Phase nach der Geburt.

Ablauf der osteopathischen Behandlung

Zu Beginn steht ein ausführliches Gespräch. Dabei geht es um aktuelle Beschwerden, Vorerkrankungen, Geburtsverlauf bei Säuglingen und Kindern, Operationen, Unfälle, Medikamente und relevante Befunde.

Anschließend erfolgt eine osteopathische Untersuchung. Dabei werden Haltung, Beweglichkeit, Gewebespannung und funktionelle Zusammenhänge betrachtet. Die Behandlung erfolgt überwiegend mit den Händen und wird individuell angepasst.

Eine Behandlung dauert in der Regel etwa 45 bis 60 Minuten. Bei Säuglingen und kleinen Kindern kann die Dauer je nach Situation kürzer sein.

Bitte bringen Sie vorhandene ärztliche Befunde, Mutterpass, Kinderuntersuchungsheft oder relevante Arztberichte zum ersten Termin mit.


Abrechnung und Kosten

Osteopathie Abrechnung

Osteopathische Behandlungen werden als Heilpraktikerleistung nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker abgerechnet.

Private Krankenversicherungen, Beihilfestellen oder Zusatzversicherungen übernehmen die Kosten je nach Vertrag ganz oder anteilig. Auch manche gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich unter bestimmten Voraussetzungen an osteopathischen Behandlungen. Diese Voraussetzungen werden durch die Mitgliedschaft im Verband freier Osteopathen e.V., die mit den entsprechenden Prüfungen verbunden ist, erfüllt.

Bitte klären Sie die Erstattung vor Beginn der Behandlung direkt mit Ihrer Krankenkasse oder Versicherung.

Wann ärztliche Abklärung wichtig ist

Osteopathie Kontraindikationen

Osteopathie ersetzt keine notwendige ärztliche Untersuchung. Bitte lassen Sie akute, starke oder unklare Beschwerden vorab ärztlich abklären.

Das gilt insbesondere bei:

  • Fieber oder akutem Krankheitsgefühl
  • starken oder plötzlich auftretenden Schmerzen
  • neurologischen Symptomen wie Taubheit, Lähmung oder Schwindel
  • Unfallfolgen
  • ungeklärtem Gewichtsverlust
  • auffälligen Symptomen bei Säuglingen oder Kindern

Bei Bedarf empfehle ich eine ärztliche Abklärung oder arbeite ergänzend zu bestehenden medizinischen Behandlungen.

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Osteopathie Kontakt Grafing, Oberpframmern

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Praxis für Osteopathie, Ergotherapie und Neurofeedback in Grafing
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